Wirkstoff Estriol

Estriol ist ein natürliches Hormon, das als Stoffwechselprodukt im Körper irreversibel aus den weiblichen Hormonen Estradiol und Estron - vorzugsweise in der Leber - gebildet wird. Es ist ein Hormon mit eher schwacher estrogener Wirkung, das aufgrund seiner guten Wirksamkeit im Urogenitalbereich insbesondere als topische (vaginale) Therapie (in Form von Creme, Vaginalzäpfchen, Ovula) eingesetzt wird. Wie andere Sexualsteroide auch, entfaltet Estriol seine Wirkung durch Bindung an spezifische zelluläre Strukturen (Estrogenrezeptoren). Während es bei Schwangeren in großen Mengen in der Plazenta gebildet wird, ist bei der postmenopausalen Frau die Serumkonzentration an freiem Estriol gering und liegt in einem Bereich von unter 20 pg/ml. Die Spiegel für konjugiertes Estriol liegen höher. Estriol ist sowohl nach oraler als auch nach vaginaler Verabreichung pharmakologisch aktiv. Bei lokalen  Beschwerden auf Grund von Estrogenmangel bietet sich die vaginale Anwendung an.

Hormon Estriol

Es ist ein Hormon mit eher schwach estrogener Wirkung, das aufgrund seiner guten Wirkung im Urogenitalbereich insbesondere als topische (vaginale) Therapie (in Form von Creme, Vaginalzäpfchen, Ovula) eingesetzt wird. Bei Schwangeren wird in der Plazenta verstärkt Estriol gebildet - es werden Blutspiegel von bis zu 200 ng/ml erreicht.

Hormonmangel

Die Serumkonzentrationen bei menopausalen Frauen hingegen liegen häufig bei unter 20 bis 30 pg/ml (freies Estriol). Dieser lokale Hormonmangel äußert sich durch typische Beschwerden, wie Scheidentrockenheit, Juckreiz und Brennen, Dypareunie oder auch rezdivierende Infektionen insbesondere der ableitenden Harnwege.

Strukturformel von Estriol
Strukturformel von Estriol