DR. KADE entscheidet über angekündigte Werksentwicklung

Schließung des Produktionsstandorts Konstanz zum 30.04.19 geplant

  • Das Pharmaunternehmen DR. KADE wird seinen Produktionsstandort Konstanz bis zum 30.04.2019 fortführen und anschließend stilllegen.
  • Ein wichtiger Teil der Funktionen wird am Sitz in Berlin gebündelt und das Werk dafür ausgebaut.

Die 178 Mitarbeiter des Werks in Konstanz wurden heute von der Geschäftsleitung über die Entwicklung informiert. Bereits im März hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass zukünftig ein wichtiger Teil der Funktionen nach Berlin verlagert und der dortige Standort ausgebaut werden. Ferner wurde damals der Plan mitgeteilt, das Konstanzer Werk zu verkaufen.

Warum der Verkauf nicht zustande gekommen ist, kommentiert Dr. Norbert Marquardt, Geschäftsführer von DR. KADE und Leiter des Bereichs Technical Operations: „Ich bedauere, dass wir den Standort nicht länger erhalten können. Die Qualität der Arbeit unserer Mitarbeiter war und ist sehr gut. Die Entscheidung ist unabhängig davon getroffen worden“. Man habe in den vergangenen Monaten intensiv mit unterschiedlichen Kaufinteressenten versucht, eine andere Lösung zu finden. Keiner der Interessenten konnte eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung in Kombination mit der langfristigen Perspektive für die Mitarbeiter und den Standort entwickeln. Deswegen sei ein Verkauf nicht zustande gekommen.

Für die Mitarbeiter des Konstanzer Werks gilt bereits eine Beschäftigungssicherung bis zum 31.12.2018. Außerdem hat das Unternehmen eine Bleibeprämie bis Ende April 2019 zugesagt. „Für alle Konstanzer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden wir nach fairen Lösungen suchen“, betont Dr. Norbert Marquardt. Die begonnenen Gespräche mit dem Betriebsrat werden nun fortgesetzt und es werden weitere Vorschläge gemacht. Bis zum 30.04.2019 werden die Aufgaben des Konstanzer Werks verlagert und es wird für einen gesicherten Produkttransfer gesorgt.

Als Gründe für die Entscheidung, sich von dem Konstanzer Standort zu trennen, nennt das Unternehmen die strukturelle Aufstellung beider Standorte, die Unterauslastung der Produktion und damit einen erheblichen Wettbewerbsnachteil durch hohe Herstellungskosten. Felix König, Vorsitzender der Geschäftsführung von DR. KADE, erläutert ferner: „Für uns ist die Entscheidung eine notwendige Maßnahme, um unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und die Eigenständigkeit als unabhängiges Familienunternehmen langfristig zu erhalten.“ 

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