Therapie bei akutem Rückenschmerz

Die positive Nachricht zuerst: in 95% aller Fälle verschwinden akute Rückenschmerzen innerhalb weniger Tage – spätestens nach 4 Wochen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie frühzeitig und konsequent behandelt werden. Bei leichten bis mäßigen Rücken- und Muskelschmerzen kann auch ein rezeptfreies Medikament aus der Apotheke helfen. Auch Wärmebehandlung und moderate Bewegung können Linderung verschaffen.

In jedem Fall sollte nach dem Abklingen der akuten Beschwerden der Rücken und die Bauchmuskulatur langfristig gestärkt werden.

Therapiemöglichkeiten beim chronischen Rückenschmerz

Häufig muss das Problem „Rückenschmerzen“ vom mehreren Seiten mit unterschiedlichen Therapieansätzen angegangen werden. Da Schmerzen sehr schnell chronisch werden können, muss die Therapie frühzeitig begonnen werden und sehr wirkungsvoll sein.

Neben der gezielten medikamentösen Behandlung kommen ergänzende Therapien zum Einsatz wie Physiotherapie, Bewegungstherapie, Akkupunktur, Physikalische Therapien, Chirotherapie, Verhaltenstherapie (Erlernen von Entspannungstechniken) und andere mehr.

Ziel aller Behandlungsansätze ist die möglichst schnelle Schmerzfreiheit oder zumindest Schmerzlinderung. Dabei ist eine gute Schmerztherapie mit Medikamenten ein wesentliches Element der Therapiemaßnahmen.

Konservative Schmerztherapien des Bandscheibenvorfalls

Konservative Schmerztherapien kommen ohne operativen Eingriff in den Körper aus. Dazu zählen physiotherapeutische Maßnahmen (Stufenbettlagerung, Krankengymnastik, Massagen), physikalische Anwendungen (Kälte, Wärme), der Einsatz schmerzstillender Medikamente, örtliche Schmerzbehandlung (Akupunktur) und Rückenschule.

Bei akuten Schmerzen, die infolge eines Bandscheibenvorfalls auftreten, kann vorübergehend Bettruhe mit spezieller Stufenbettlagerung notwendig sein. Der Patient liegt dabei auf dem Rücken, während seine Unterschenkel auf einem Würfel lagern, sodass Knie- und Hüftgelenke gebeugt sind. Zusätzlich werden schmerzstillende und muskelentspannende Medikamente verabreicht.

Um eine baldige Mobilisierung zu erreichen, beginnt man so schnell wie möglich, aber vorsichtig mit Krankengymnastik. Im Vordergrund stehen dabei Übungen zur Dehnung, Lockerung und Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskulatur. Dadurch sollen die Schmerzspirale unterbrochen und die Beweglichkeit der Wirbelsäule wiederhergestellt werden. Muskelverspannungen, die als Reflex auf den Schmerz entstanden sind, können durch den Einsatz physikalischer Therapien mit Kälte- und Wärmeanwendungen sowie Massagen gelöst werden.

Langfristig wird Patienten nach einem Bandscheibenvorfall empfohlen, eine Rückenschule zu besuchen. Hier lernen sie zum einen Übungen zur Dehnung und Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskeln. Zum anderen erhalten die Betroffenen Tipps für den Alltag, etwa Informationen darüber, wie sie Arbeitsplatz und die eigenen vier Wände rückenfreundlich umgestalten können. Auch das Erlernen von Entspannungstechniken wie der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga oder Autogenem Training kann ein Weg sein, langfristig die Rückengesundheit zu verbessern.

Die Mehrzahl der Bandscheibenvorfälle heilt mit konsequent durchgeführten konservativen Therapien ohne weitere Folgen ab.

Rückenschmerzen sind weit verbreitet: Schmerzen in Nacken, Rücken, Schultern und Kreuz sowie Nackensteife aber auch Hexenschuss und Ischias sind unter anderem Folgen unserer meist sitzenden Arbeit und zu wenig Bewegung.

Um Rückenschmerzen langfristig zu vermeiden helfen spezifische Rückenübungen - je konsequenter diese durchgeführt werden, umso besser. Darüber hinaus hilft regelmäßige Bewegung. Ergonomie am Arbeitsplatz und Vermeidung von Übergewicht.