Rückenschmerzen

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig:

  • Muskelverspannungen
  • Bewegungarmut
  • Angeborene Schäden wie Hohlkreuz, Wirbelsäulenverkrümmung. u.a.
  • Osteoporose
  • Fehlbelastungen
  • Seelische Belastungen
  • Erworbene Schäden (Bandscheibenvorfall, Unfallverletzungen)
  • Übergewicht
  • Virusinfektionen, Krebs

Rückenschmerzen haben sich zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt. Sie sind in Deutschland annähernd die zweithäufigste Ursache für einen Arztbesuch. So leidet fast jeder Erwachsene irgendwann unter verschiednen Symptomen wie

  • Schmerzen in Rücken, Schultern, Nacken und Kreuz.
  • Nackensteife
  • Hexenschuss und Ischias

sind ebenfalls oft Folge unserer modernen Lebensweise mit wenig Bewegung und daraus folgend schwacher Muskulatur. Die meisten Rückenschmerzen entstehen häufig durch ein Zusammenspiel aus körperlicher Fehlbelastung und -haltung sowie mentalen Belastungen. Insofern sind Rückenschmerzen keine Diagnose, sondern ein Symptom.

Akute Rückenschmerzen

Meist sind Rückenschmerzen akut, d.h. sie klingen nach kurzer Zeit (nach Stunden bis mehreren Tagen) wieder ab. Akuter Schmerz ist eine wichtige Warn- und Schutzfunktion des Körpers.

Typisch für akuter Schmerz ist:

  1. Akuter Schmerz soll schützen und warnen (z.B. vor einer Verletzung, Entzündung, akuten Erkrankung, Überlastung und –reizung).
  2. Da Auftreten ist lokalisiert, d.h. örtlich begrenzt.
  3. Die Zeitdauer ist begrenzt (meist einige Stunden bis Tage). Er klingt rasch wieder ab.
  4. Die Stärke des Schmerzes ist ein Hinweis auf den Grad der Verletzung. Je größer die Verletzung, desto stärker die Schmerzen
  5. Akuter Schmerz hat einen scharfen, brennenden Charakter.
  6. Eine erfolgreiche Schmerztherapie z.B. durch Medikamente ist leicht und schnell möglich.

Chronischer Rückenschmerz

Halten Rückenschmerzen längere Zeit an oder kehren sie immer wieder, sollten Sie die genaue Ursache durch einen Arzt/Ärztin abklären lassen. Dies ist wichtig um eine schwerwiegende Erkrankung auszuschließen, die aber nur bei einem Bruchteil der Rückenschmerzen vorliegt. Bei der Mehrzahl der Rückenschmerzpatienten lässt sich keine eindeutige Ursache finden.

Wichtig ist die ärztliche Diagnose und Behandlung aber auch um einer Chronifizierung des Schmerzes vorzubeugen. Bei lang andauernden oder immer wiederkehrenden Schmerzen entwickelt unser Nervensystem nämlich ein sog. Schmerzgedächtnis. Als Folge eine Schmerzgedächtnisses bestehen im schlimmsten Fall Schmerzen fort, obwohl die Ursache nicht mehr vorhanden ist. Ist es erstmal so weit gekommen, braucht es Geduld, diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Typisch für chronischen Schmerz ist:

  • Chronischer Schmerz hat keine Schutz- und Warnfunktion mehr. Er ist eine eigenständige Erkrankung.
  • Das Auftreten ist meist generalisiert, d.h. unspezifisch und noch örtlich begrenzt.
  • Er dauert bereits 3-6 Monate an. Der weitere Verlauf ist individuell. Trotz möglicherweise fehlender Ursache besteht der Schmerz weiter fort.
  • Die Schmerzstärke ist unabhängig vom ursprünglichen auslösenden Ereignis
  • Chronischer schmerz hat einen dumpfen z.T. heftig anschwellenden Charakter.
  • Eine erfolgreiche Schmerztherapie z.B. durch Medikamente ist möglich. Häufig werden verschiedene Therapieverfahren miteinander kombiniert.

Rückenschmerzen sind weit verbreitet: Schmerzen in Nacken, Rücken, Schultern und Kreuz sowie Nackensteife aber auch Hexenschuss und Ischias sind unter anderem Folgen unserer meist sitzender Arbeit und zuwenig Bewegung.

Sehr oft verschwinden akute Rückenschmerzen nach kurzer Zeit - bei richtiger Behandlung. Ein rezeptfreies Schmerzmittel kann in der akuten Phase Erleichterung bringen - nachhaltig hilft aber nur gezieltes Training der geschwächten Muskulatur.

Um Rückenschmerzen langfristig zu vermeiden helfen spezifische Rückenübungen - je konsequenter diese durchgeführt werden umso besser. Darüber hinaus hilft regelmäßige Bewegung, Ergonomie am Arbeitsplatz und Vermeidung von Übergewicht.