Prävention: Tipps zur Vorbeugung von Hämorrhoiden

Ballaststoffe, Obst und Gemüse sorgen für regelmäßige Verdauung

Hämorrhoiden sind eine Zivilisationskrankheit. Ungesunde Lebensgewohnheiten zu verändern, ist daher der erste Schritt zur Vorbeugung und Besserung von Hämorrhoiden.

  • Ballaststoffreiche Ernährung
  • Sanfte Bewegung
  • Richtige Analhygiene

Auf ballaststoffreiche Ernährung achten

Zwischen Ernährung und Hämorrhoiden besteht ein enger Zusammenhang. Bei Hämorrhoidenbeschwerden sollte alles dafür getan werden, dass der Stuhlgang auf natürliche Art und Weise gefördert und der Darm gesund erhalten wird. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung, die zudem fettarm und nicht zu scharf gewürzt sein sollte, sorgt für regelmäßige Darmentleerung und weich geformten Stuhl und vermindert so Reizungen der Analschleimhaut.

Sehr empfehlenswert:

  • Frühstück mit Frischkornmüsli und Vollkornbrot
  • Rohkostsalate aller Art (möglichst täglich)
  • Milchprodukte wie Buttermilch, Quark, Joghurt und Käse
  • zum Nachtisch und zwischendurch viel frisches Obst
  • ausreichende Trinkmengen (2-3 Liter Mineralwasser, Früchtetee oder Kräutertees)

Wenn trotz gesunder Ernährung keine regelmäßige Verdauung stattfindet, sondern Verstopfung vorliegt, sollten Betroffene mit ihrem Arzt oder Apotheker darüber sprechen, was helfen kann. Die Anwendung von Abführmitteln ist dabei möglichst zu vermeiden. Sie reizen den Darm, führen zu Darmträgheit und auf Dauer zu immer stärkeren Beschwerden.

Sanfte Bewegung: Sport und Gewohnheiten

Bequemlichkeit ist aller Leiden Anfang. Hämorrhoiden vorbeugen heißt auch, sich gezielt zu bewegen. Laufen, Wandern, Gymnastik und Schwimmen sind ein guter körperlicher Ausgleich. Tennis, Jogging und Springen dagegen nicht. Sie belasten den Beckenboden hingegen zu stark.
Auch im Alltag sollten Betroffene sich Gewohnheiten aneignen, die zusätzlich Bewegung schaffen: Treppe statt Lift benutzen, kleine Besorgungen zu Fuß erledigen, das Auto stehen lassen.

Analhygiene ist mehr als Toilettenpapier

Die richtige Analhygiene hilft ebenfalls, Beschwerden wie Schmerzen, Brennen und Juckreiz zu lindern. Deshalb sollten Betroffene den Analbereich nach jedem Stuhlgang vorsichtig mit lauwarmem Wasser säubern. Hierzu entweder einen Einmalwaschlappen, einen dicken Wattebausch oder extra weiches Toilettenpapier verwenden. Wichtig ist das anschließende sorgfältige Abtrocknen (nicht rubbeln, nicht reiben, nur vorsichtig trocken tupfen). Spezielle Analvorlagen unterstützen zusätzlich das Bedürfnis nach Sauberkeit.

Weiterführende Informationen

Was sind die ersten Anzeichen von Hämorrhoiden: hellrotes Blut im Stuhl? Jucken im Analbereich? Oder beides?

Die Auswahl des Hämorrhoiden Medikaments muss entsprechend der Beschwerden erfolgen: Für akute Hilfe und Vorbeugung gibt es verschiedene Salben.