Analbeschwerden und Erkrankungen des Enddarms

Viele Menschen sind von Erkrankungen den Enddarms betroffen. Aus falschem Schamgefühl heraus werden die damit verbundenen Beschwerden oft nicht beim Arzt angesprochen. Die meisten Analerkrankungen sind im Grunde ungefährlich, jedoch oft unangenehm. Dabei stehen für die Behandlung der meisten dieser Enddarmerkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Unklare Beschwerden und Veränderung (z. B. Blut im Stuhl) des Enddarmes sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Analfistel

Eine Fistel ist ein vereiterter Gang zwischen zwei Organen oder dem Entzündungsherd und der Außenhaut. Meist ist eine Fistel mit Schmerz verbunden. Unter einer inneren Analfistel versteht man eine vom Anus ausgehende Fistel, die in anderen Teilen des Darmes oder in anderen Organen endet. Bei einer äußere Analfistel mündet die Fistel in die Oberhaut.

Analkarzinom

Das Analkarzinom, eine seltene bösartige Neubildung, die von der Analhaut ausgeht. Blutungen aus der Aftergegend, Juckreiz, Nässen und Rötung sind Symptome, wie sie auch bei den häufigen ungefährlichen Analerkrankungen auftreten können. Es ist deshalb wichtig, solche Symptome durch einen Arzt abklären zu lassen, um ein seltenes Analkarzinom auszuschließen und eine wirksame Therapie der Erkrankung einzuleiten.

Stuhlinkontinenz

Wenn die Fähigkeit Stuhl und Luft willkürlich zu kontrollieren nicht oder nur eingeschränkt vorhanden ist, liegt eine Inkontinenz vor. Schweregrad und Ursachen sind sehr vielfältig. In jedem Fall wird die Lebensqualität stark beeinträchtigt. Nach eingehender Diagnose und Abklärung der Ursache stehen vielfältige Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Diese reichen von Beckenbodentraining bis zu operativen Eingriffen.

Mariske

Marisken sind Hautfalten um den After. Sie können ein Hinweis auf das Vorkommen von krankhaft veränderten Hämorrhoiden sein, aber auch als Folge einer Geburt oder nach Analthrombosen zurückbleiben. Manchmal kommt es zu Verwechslungen mit Hämorrhoiden.

Unterscheidungsmerkmal zu Hämorrhoiden

Bei Bauchpressen schwellen Marisken nicht an. Anders als bei Hämorrhoiden handelt es sich bei Marisken nicht um Gefäßknoten. Darum schwellen sie bei der Bauchpresse auch nicht an. Allerdings können Marisken ein Hinweis sein, dass sich im Anus Hämorrhoiden befinden. Denn während des Hämorrhoidalleidens schiebt sich oft Analkanalhaut (Anoderm) nach außen. Es ist darum immer ratsam, Marisken vom Arzt untersuchen zu lassen.

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