Symptome in den Wechseljahren

Die Begleiterscheinungen von Wechseljahren sind vielfältig. Erste Anzeichen sind meist Zyklusverschiebungen oder Zwischenblutungen, zusätzlich treten häufig Hitzewallungen auf. Im weiteren Verlauf können Schweißausbrüche und Nachtschweiß, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen oder trockene Schleimhäute hinzukommen. Osteoporose und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zählen zu den möglichen Langzeitfolgen.

Wichtig für Sie: Alle Symptome können auch andere Ursachen haben und sollten ärztlich abgeklärt werden.

Ursachen und Dauer von Hitzewallungen

Hitzewallungen betreffen ungefähr 7 von 10 Frauen. Häufigkeit, Stärke und Dauer sind dabei individuell verschieden. Trotz konstanter Umgebungstemperatur breitet sich plötzlich auftretende Hitze wellenförmig vom Gesicht ausgehend über den Oberkörper aus. Als Folge der Hitze reagiert der Körper mit Hautrötungen, Schweißausbrüchen sowie Herzklopfen. Darauf folgt meist ein Frösteln.

Hitzewallungen entstehen vermutlich durch eine fehlerhafte Regulierung der Körpertemperatur: Das Gehirn wertet die Schwankung der Hormonkonzentration fälschlicherweise als Signal für Überhitzung und löst eine Reihe von Reaktionen aus. Dadurch erweitern sich die Gefäße und größere Mengen Blut verteilen sich im Körper. Dies führt zu Blutdruckerhöhung, Hautrötungen und einem plötzlichen Anstieg der Temperatur: einer Hitzewallung. Auch Stresshormone spielen vermutlich eine Rolle.

Wichtig für Sie: Nach Einstellung des hormonellen Gleichgewichts treten Hitzewallungen nur noch selten oder gar nicht mehr auf.

Nachtschwitzen – hormonell bedingter Nachtschweiß

Schwitzen ist ein wichtiger Schutzmechanismus vor Überwärmung des Körpers, beispielsweise beim Sport oder Saunagang. Verdunstet der Schweiß, entsteht Verdunstungskälte und die Haut kühlt ab. Weiterhin dient der leicht saure pH-Wert des Schweißes zur Aufrechterhaltung des Säureschutzmantels und einer gesunden Hautflora. Kommt es zu Schweißausbrüchen, liegt möglicherweise eine Hyperhidrose (übermäßige Schweißproduktion) oder ein Infekt zugrunde. Zumeist sind sie jedoch wechseljahresbedingt, denn die sich ändernde Situation von Hormonen und Stoffwechsel beeinflusst die Wärmeregulierung. Die zunächst phasenweise und später abrupte Abnahme an weiblichen Geschlechtshormonen und der dadurch entstehende Überschuss an Stresshormonen führen deshalb bei vielen Frauen zu Schweißbrüchen, die vor allem nachts auftreten.

Weitere Gründe für nächtliches Schwitzen können aber auch eine zu warme Schlafumgebung, der Genuss scharf gewürzter Speisen oder die Einnahme bestimmter Medikamente sein. Neben Frieren und einem unangenehm „schwitzigen“ Gefühl kann Nachtschwitzen auch Schlafstörungen hervorrufen.

Was hilft

Meiden Sie hitzewallungs- und schweißausbruchsfördernde Faktoren, wie Stress und Übergewicht, und verzichten Sie auf gefäßerweiternd wirkende Nahrungsmittel (Kaffee, Schwarztee, Alkohol sowie stark gewürzte und scharfe Speisen). Weitere Tipps:

  • Atmungsaktive Kleidung und Bettwäsche aus Baumwolle, Seide oder Leinen haben kühlende Eigenschaften, wohingegen Synthetikfasern das Schwitzen fördern.
  • Mehrere dünne Kleidungsschichten oder Bettdecken übereinander können flexibel kombiniert werden, so dass Sie sich in jeder Situation wohl fühlen.
  • Mit Wechselkleidung, Körperpflegesets und einem kleinen Fächer sorgen Sie nach einem Schweißausbruch schnell wieder für Frische.
  • Mit Wechselwäsche am Bett können Sie nachts ohne großen Aufwand verschwitzte Wäsche auswechseln. Damit beugen Sie Frieren vor und fühlen sich schnell wieder wohl.

Schlafstörungen und wechseljahresbedingte Schlaflosigkeit

In den Wechseljahren treten bei der Hälfte aller Frauen Schlafstörungen auf. Die Einschlafzeit wird länger und Wachphasen bis hin zur Schlaflosigkeit können häufiger auftreten. Infolgedessen leidet oftmals die Schlafqualität. Ursächlich ist insbesondere ein Mangel an schlafförderndem Progesteron. Dieses Hormon ist hauptsächlich für die Vorbereitung und den Erhalt einer Schwangerschaft wichtig, dient aber auch als Botenstoff für das Gehirn. Dort wirkt es angstlösend, schlaffördernd und scheint zudem Heilungsprozesse im Nervensystem positiv zu beeinflussen. Weiterhin verursachen auch Hitzewallungen und Nachtschweiß Schlafstörungen. Ferner können die Veränderungen der Lebensumstände während der Wechseljahre den Schlaf beeinträchtigen. Die Folgen sind eine verringerte körperliche Belastbarkeit sowie Erschöpfungszustände.

Was hilft

  • Regelmäßiges Lüften sowie eine Raumtemperatur von 16-18 °C sorgen für ein gutes Schlafklima.
  • Regelmäßige Schlaf-Wachzeiten helfen dem Körper, sich an einen festen Schlafrhythmus zu gewöhnen.
  • Mit Entspannungstechniken und Einschlafritualen kommen Sie schneller zur Ruhe.
  • Meiden Sie „aufwühlende“ Ereignisse, wie Streitgespräche oder ein sehr spannendes Fernsehprogramm.
  • Ein ausgeglichener Wechsel zwischen Anspannung, Aktivität und Entspannung ist die Grundlage für erholsamen Schlaf.

Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen

Wie bereits in der Pubertät macht der Einfluss der Hormone auch jetzt vor der Psyche nicht halt. Einerseits führt der Mangel an stimmungsaufhellendem Östrogen zu einem seelischen Ungleichgewicht - Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Nervosität sind die Folge. Es können jedoch auch Antriebslosigkeit und Angstzustände oder depressive Verstimmungen bis hin zu Depressionen auftreten. Andererseits bringt auch die sich ändernde persönliche Situation in dieser Lebensphase einige Frauen aus dem Gleichwicht.

Was hilft

  • Setzen Sie sich neue, motivierende Ziele oder gehen Sie Hobbies nach!
  • Reisen Sie oder unternehmen Sie etwas mit Freunden!
  • Sport, Gruppenaktivitäten und der Kontakt zu Mitmenschen wirken sich positiv auf die Stimmung aus.

Wichtig für Sie: Nicht jede depressive Verstimmung ist auf die Wechseljahre zurückzuführen. Klären Sie die Ursachen mit Ihrem Arzt ab!

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