Antibabypille: Verträglichkeit und Nebenwirkungen

Moderne Pillen, die Mikropillen, enthalten eine möglichst geringe Menge an Hormonen – inbesondere des Estrogens Ethinylestradiol . Vereinzelt kann es dennoch zu Nebenwirkungen kommen. Diese treten vor allem in der 7-tägigen Pillenpause auf.

  • Mikropille: Wenig Hormone
  • Geringe Nebenwirkungen
  • Regelbeschwerden mindern

Niedrige Dosierung: Moderne Pillen haben wenig Hormone

Seit ihrer Erfindung wird die Antibabypille stetig verbessert. So lag die tägliche Östrogendosis früher bei über 50 μg/Tag, konnte aber in den letzten 50 Jahren durch fortlaufende Weiterentwicklung bis auf 20 bis 30 μg/Tag bei den heutigen Mikropillen gesenkt werden. Die geringe Hormondosis ist einer der Faktoren für die gute Verträglichkeit moderner Präparate.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Dennoch kann es auch bei der Einnahme der Antibabypille zu Nebenwirkungen kommen. Einige Nebenwirkungen treten meistens auf, wenn Frauen das erste Mal eine Pille einnehmen. Sobald der Körper sich umgestellt hat, bessern sich die Beschwerden häufig. Hauptsächlich im einnahmefreien Intervall (7-tägige Pause) leiden einige Frauen aufgrund des starken Hormonabfalls unter Kopfschmerzen, vermehrten Unterleibsschmerzen oder Stimmungsschwankungen. Weiterhin kann es im Zusammenhang mit der Pilleneinnahme zu Übelkeit, Scheidentrockenheit, Blutungsstörungen oder Schmerzen bei der Regelblutung kommen. Außerdem können Brustspannen oder Wassereinlagerungen auftreten. Da unter der Pille die Gebärmutterschleimhaut nicht so hoch aufgebaut wird wie im natürlichen Zyklus, kann es durchaus sein, dass die Regelblutung auch einmal ausbleibt.

Regelbeschwerden lassen sich durch den Langzyklus mindern

Unter den Anwenderinnen der Antibabypille erfreut sich der so genannte Langzyklus immer größerer Beliebtheit. Im Vergleich zum bewährten Standardschema von 21 Tagen Einnahme einer Östrogen-Gestagen-Kombination mit anschließendem 7-tägigem hormonfreiem Intervall, wird die Pille im Langzyklus durchgehend ohne Pause eingenommen. Die aufeinanderfolgende Tabletteneinnahme ohne Pause führt dazu, dass die so genannte Entzugsblutung ausbleibt. Durch die Langzyklusanwendung wird Frauen in erster Linie die Selbstbestimmung des Menstruationszeitpunktes ermöglicht, ein Effekt, der für viele nicht nur mit einer Verbesserung der Lebensqualität, z. B. bei Reisen oder im Urlaub, sondern auch mit der Erhaltung der beruflichen Leistungsfähigkeit verbunden ist.

Weiterführende Informationen

Bei der Einnahme der Pille dauert ein Zyklus in der Regel 28 Tage. Wie lange dauert der normale Zyklus der Frau?

Die Wirkung der Pille beginnt mit dem Tag der Einnahme. Aber nur, wenn der erste Tag der Einnahme auf dem Zyklusbeginn liegt, oder?