Tipps bei Sodbrennen

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, mit denen man Sodbrennen in vielen Fällen vorbeugen oder im Akutfall lindern kann. Viele Tipps können Betroffene mit Hilfsmitteln, die in fast jedem Haushalt vorhanden sind, ganz einfach anwenden. Auch einfach umzusetzende Änderungen der Lebensgewohnheiten und das Meiden bestimmter Lebensmittel können helfen.

Es gibt eine Vielzahl von Lebensmitteln, die bekannt dafür sind, Sodbrennen zu begünstigen oder auszulösen, weil Sie die Produktion von Magensäure fördern und/oder die Verschlusskraft des Speiseröhrenschließmuskels herabsetzen. Eine Möglichkeit, Sodbrennen zu vermeiden, ist deshalb, diese "Übeltäter" bei der täglichen Ernährung nur in geringen Mengen oder gar nicht zu sich zu nehmen.

Nahrungsmittel, die Sie bei der Neigung zu Sodbrennen meiden (oder nur mit Vorsicht genießen) sollten:

  • Fettige Speisen
  • Frittierte Speisen
  • Sehr scharf gewürzte Speisen
  • Stark fetthaltiger Brotbelag, wie Leberwurst
  • Mayonnaise
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Rotwein, Weißwein
  • Süßigkeiten (Schokolade, Weingummi, Schoko-Aufstrich und so weiter)
  • Frittierter Knabberkram (Chips, Flips)
  • Chili, Paprika
  • Zwiebeln
  • Zitrusfrüchte

Oh je, kann ich jetzt "gar nichts" mehr essen?!

Keine Panik. Nicht immer lösen all diese Lebensmittel bei allen Betroffenen sofort Sodbrennen aus.
Wenn Sie wissen, dass Ihr Magen zu Übersäuerung neigt, sollten Sie zunächst genau darauf achten, wann und in welchen Situationen die Beschwerden auftreten. Auf diese Weise können Sie eingrenzen, auf welche Lebensmittel Ihr Körper besonders empfindlich reagiert.
Um den Auslösern auf die Spur zu kommen, kann ein "Ernährungstagebuch" helfen, in welchem Sie über einen längeren Zeitraum (z.B. drei Monate) genau notieren, was Sie essen und wie Ihre Verdauung auf die Lebensmittel, die Sie zu sich genommen haben, reagiert hat.

Lockerer Hosenbund und mehr Gelassenheit im Alltag – auch einfache Verhaltensänderungen können Sodbrennen verhindern

Neben der Vermeidung bestimmter Lebensmittel, können auch allgemeine Änderungen der Ess- und Lebensgewohnheiten die Entstehung von Sodbrennen mit Erfolg verhindern.
Auch hier gilt: Sie müssen nicht Ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen, um den Beschwerden eines sauren Magens zu entgehen! Die meisten Tipps gegen Sodbrennen lassen sich ganz einfach und ohne großen Verzicht in den Alltag integrieren.

Änderungen der Lebensgewohnheiten, die Sodbrennen vorbeugen

  • Vermeiden Sie generell üppige Mahlzeiten, die Ihnen schwer im Magen liegen. Nehmen Sie lieber mehrere kleine, ballaststoffreiche Portionen über den Tag verteilt zu sich.
  • Sodbrennen tritt häufig in der Nacht auf. Vermeiden Sie deshalb schwere Mahlzeiten am Abend, zwischen Abendessen und Schlafengehen sollten mindestens drei Stunden liegen.
  • Erinnern Sie sich bei Feiern und Festen, bei denen viel gegessen wird, daran, wie unangenehm die Symptome von Sodbrennen sind – und halten Sie sich ein bisschen zurück. Ihr Magen wird es Ihnen danken!
  • Genießen Sie Ihr Essen und kauen Sie sorgfältig. Hastiges Herunterschlingen von Mahlzeiten begünstigt die Entstehung von Sodbrennen.
  • Behalten Sie Ihr Gewicht im Auge. Menschen, die ihr Normalgewicht halten, leiden deutlich seltener an Sodbrennen.
  • Wenn Sie zu nächtlichem Sodbrennen neigen, lagern Sie Ihren Oberkörper ein bisschen erhöht, wenn Sie schlafen gehen. Auf diese Weise kann die Magensäure nicht so schnell aufsteigen.
  • Sie können den Druck auf Ihre Verdauungsorgane auch senken, indem Sie auf zu enge Kleidung verzichten. Wenn Sie beim Essen über die Stränge geschlagen haben und der Gürtel drückt: machen Sie ihn auf.
  • Bei vielen Menschen reagiert der Magen sprichwörtlich "sauer" auf Stress: Schalten Sie einen Gang runter! Auch das Erlernen einer Entspannungstechnik wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung kann den Beschwerden von Sodbrennen langfristig entgegenwirken.

Akutes Sodbrennen lindern

Die Therapie von akutem Sodbrennen muss nicht immer mit Medikamenten erfolgen. Häufig lassen sich leichte Beschwerden mit unkomplizierten Hausmitteln behandeln.
Wie Sie akute Beschwerden in den Griff bekommen und überschießende Magensäure mit einfachen Maßnahmen neutralisieren können, lesen Sie unter Therapie.

Säuerliches Aufstoßen, Brennen im Magen, Hals und in der Kehle, gelegentlich gepaart mit Übelkeit: Die Symptome von Sodbrennen treten besonders oft nach großen, fettigen Mahlzeiten auf

Häufiges Sodbrennen kann ernste Folgen, wie Entzündungen der Speiseröhre, haben. Regelmäßiges Sodbrennen sollte deshalb behandelt werden