Der Darm - unser zweites Gehirn

Wie ein gesunder Darm unsere Lebensqualität beeinflusst:  Wussten Sie, dass ein gesunder Darm der Schlüssel zu einem gesunden Körper und Geist ist? Wie Ihr Darm funktioniert und was Sie für Ihre Darmgesundheit tun können – wir haben den Überblick.

Unser Darm ist...

  1. Wichtigstes Verdauungsorgan: Der Darm ist für den Großteil der Verdauung von Nährstoffen verantwortlich und reguliert den Flüssigkeitshaushalt des Körpers mit.  In 75 Jahren reisen über 40 Tonnen Nahrung und rund 60.000 Liter Flüssigkeit durch den Darm.
     
  2. Zentrales Immunorgan: Der Darm beherbergt 70% aller Immunzellen des menschlichen Körpers. 80% aller Abwehrmaßnahmen finden im Darm statt.
     
  3. Zuhause unser Mikroorganismen: 99% aller auf und in uns lebende Mikroorganismen befinden sich im Darm. Zusammen besitzen Sie 150 Mal mehr Gene als ein Mensch.
     
  4. Zuhause vieler Bakterien: Der gesamte Darm enthält rund 100 Billionen Bakterien, die in Summe ca. 2 kg wiegen.
     
  5. Größtes inneres Organ: Der menschliche Dünndarm ist ca. 4-7 Meter und der Dickdarm rund 1,2 bis 1,4 Meter lang.  Der Dünndarm hat eine Oberfläche von über 200 m2 und ist damit  ca. 100 Mal so groß wie unsere Haut.

Störungen dieses hochsensiblen Mikroorganismus können Ursprung von verschiedensten Erkrankungen sein. Aber wie genau kann der Darm unsere allgemeine Gesundheit beeinflussen?  

Für die Aufnahme von Nährstoffen nutzt der Darm zwei Wege:

  1. Transport durch die Darmzellen. Dieser Weg ist stark selektiv, da Substanzen für diesen Transport in die Zellen eingeschleust, durch die Zellen transportiert und wieder abgegeben werden müssen. In der Fachsprache wird dieser Weg der Aufnahme in den Körper als transzellulärer Transport bezeichnet. 
     
  2. Die Zellzwischenräume der Darmzellen. Im Darm verbinden Membranproteine, die sogenannten Tight Junctions, die Zellen und es ist physiologisch ganz normal, dass diese abdichtenden Verbindungen zum Teil geöffnet sind. Über die geöffneten Zellzwischenräume können Substanzen wesentlich unselektiver als bei einem Transport durch die Zellen in die Blutbahn gelangen und vom Körper weiterverarbeitet werden.

Die 200 m2 große Oberfläche des Darms stellt sicher, dass Lebensmittel und Getränke über einen der o.g. Wege ausreichend langen Kontakt mit der Darmwand für die Verwertung haben. Gleichzeitig können über diese  große Oberfläche auch unerwünschte Bestandteile oder Pathogene in den Körper eindringen. Dagegen wirkt die Darmbarriere, wo verschiedene Schutzfunktionen ineinander greifen.

Die drei Schutzebenen des Darms

Schutzebene 1: Die Darmschleimhaut (intestinale Mukosa)
Durch Absonderung eines Schleims wird ein Anhaften an der Darmoberfläche erschwert. Die Darmschleimhaut dient somit als Schutzwall gegen unerwünschte Eindringlinge.

Schutzebene 2: Das Darm-assoziierte Immunsystem
Der Darm ist das größte Immunorgan, hier sitzen ca. 70% unserer aktiven Immunzellen. Das Immunsystem hat zum Ziel, pathogene Keime oder Toxine direkt vor Ort zu bekämpfen. Und es hat noch eine Aufgabe: Eine Toleranz gegenüber körpereigenen Strukturen, nützlichen Mikroorganismen und Nahrungsmittelbestandteilen, die Allergien auslösen können, entwickeln. Wenn diese Toleranz gestört ist, leiden Betroffene an Nahrungsmittelallergien oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Schutzebene 3: Die Darmflora (Darmmikrobiom) 
Bereits mit der Geburt beginnt die Ansiedlung von Keimen in unserem Verdauungstrakt. Im Darm befinden sich 100 Billionen freundliche Bakterien, die einen wesentlich Beitrag für unsere Gesundheit leisten. Sie unterstützen den Abbau von Toxinen, helfen bei der Verdauung von Kohlehydraten und Eiweißen, bekämpfen von außen zugeführte Mikroorganismen und produzieren sogar Vitamine, die unser Körper anschließend verarbeitet.

Unser zweites Gehirn

Der Darm hat sein eigenes Nervensystem, was autonom arbeitet, jedoch direkt mit dem zentralen Nervensystem verbunden ist. Dieses „zweite Gehirn“ ist nahezu das Abbild des Kopfhirns, denn Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt identisch. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, wie Darm, Mikrobiom und kognitive Reaktionen sich gegenseitig beeinflussen und zusammenhängen. Das Darmhirn steuert Nachbarorgane, koordiniert Muskel- und Infektabwehr und reagiert mit über 40 Nervenbotenstoffen direkt auf Veränderungen. Aktuelle Studien finden immer mehr Überschneidungen zwischen verschiedenen neurologischen und psychischen Erkrankungen und der Darmgesundheit. Das Zusammenspiel aus Darm und Gehirn zeigt sich auch, wenn wir „aus dem Bauch heraus entscheiden“, „Schmetterlinge im Bauch“ haben oder negative Emotionen uns „auf den Magen schlagen“.

Sensibles System mit vielen Stellschrauben

Die enge Verzahnung zwischen Gehirn und Darm sowie die Funktion als wichtigstes Verdauungsorgan machen den Darm so sensibel für Belastungen jeglicher Art. Körperliche Belastung (z.B. intensiver Sport), psychische Belastung (z.B. Stress), medizinische Belastung  (z.B. chronische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme) oder ungesunde Ernährung erhöhen die Durchlässigkeit der Darmwand, medizinisch als ‚Leaky-Gut‘ bezeichnet. Dies ermöglicht den Einstrom von Schadstoffen, Pathogenen oder unverdauten Nahrungsmittelbestandteilen aus dem Darm in die Blutbahn. Immunreaktionen wie unspezifische Entzündungen können auftreten. Neben o.g. Belastungsfaktoren kann auch ein gestörtes Darmgleichgewicht, eine sogenannte Dysbiose im Mikrobiom, die Funktion unseres wichtigsten Immunorgans beeinträchtigen. Bei Nachweis einer Störung im Darm oder bei unspezifischen Beschwerden wie ständigem Schlappheitsgefühl, erhöhter Infektanfälligkeit, neu auftretenden Problemen mit bestimmten Nahrungsmitteln oder Magen-Darm-Beschwerden ohne eine klare Ursache, kann eine gezielte Unterstützung des Darms medizinisch sinnvoll sein.

Wie Sie Ihrem Darm helfen können – wertvolle Tipps

  • Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse liefert dem Körper wichtige Nährstoffe für die Bekämpfung von Krankheitserregern. Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine aktivieren die Immunzellen und stimulieren die Antikörperproduktion.
  • Präbiotika sind sozusagen das Futter unserer guten Darmbakterien. Durch Zugabe solcher, von uns nicht selbst verstoffwechselbaren Kohlehydraten, kann die Darmflora unterstützt werden.
  • Probiotika können ebenfalls positive Auswirkungen auf den Darm haben. Diese von außen zugeführten Mikroorganismen helfen, das Gleichgewicht der Darmflora wiederherzustellen. Einige Probiotika wirken gezielt bei einer durchlässigen Darmschleimhaut. Lassen Sie sich daher vom Arzt, Apotheker oder Therapeuten Ihres Vertrauens beraten, welches spezifische Probiotikum in Ihrer Situation Sinn macht.
  • Das Naturprodukt PMA-Zeolith eignet sich ebenfalls zur Stärkung und Regeneration der Darmwand. PMA-Zeolith ist ein speziell verarbeitetes, natürliches Vulkanmaterial mit einzigartigen Eigenschaften, das die vermehrte Öffnung von Tight Junctions bekämpft und außerdem bestimmte Schadstoffe im Darm selektiv bindet. Dadurch werden der Darm gestärkt und die Entgiftungsorgane entlastet. Das Produkt PANACEO Basic Detox Pure enthält zu 100% PMA-Zeolith. Mehr zu PANACEO erfahren Sie hier.

Mehr zu diesem Thema:

Entgiftung

Diesen Beitrag teilen

WhatsApp E-Mail

Um Ihr Besuchserlebnis auf unserer Seite zu optimieren, können Sie hier in den Einsatz von Werkzeugen zur Optimierung und Analyse Ihres Website-Besuchs einwilligen. Details dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung