Die Wechseljahre der Frau: Klimakterium und Menopause

Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben der Frau, in der die Eierstöcke allmählich ihre Hormonproduktion einstellen. Es kommt zu einem hormonellen Ungleichgewicht und typischen Symptomen für die Menopause wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Figurveränderungen, Haarausfall oder Stimmungsschwankungen.

  • Menopause
  • Östrogen
  • Progesteron

Beginn der Wechseljahre: Mit Mitte 40 geht es los

Ab etwa Mitte 40 beginnt die Phase der Wechseljahre bei der Frau. Es kommt zu Zyklusunregelmäßigkeiten, später vermehrt zu Zyklen ohne Eisprung und entsprechend längeren blutungsfreien Phasen. In Zyklen ohne Eisprung bleibt der Progesteron-Anstieg aus. Ärzte bezeichnen die Wechseljahre als Klimakterium. Den Zeitpunkt der letzten Regelblutung bezeichnen sie als Menopause. Die Menopause ist hormonell vor allem durch einen Abfall der Östrogene gekennzeichnet. Die letzte Regelblutung tritt bei den meisten Frauen in den Jahren zwischen 49 und 55 ein.

Erst Progesteron, dann Östrogen: Die Hormonkonzentration im Blut sinkt.

Vor der Menopause steuert ein kompliziertes Zusammenspiel der Hormone die regelmäßige monatliche Blutung und Fortpflanzungsfähigkeit der Frau. Beteiligt sind hierbei die in den Eierstöcken gebildeten weiblichen Sexualhormone (Östrogene und das Gelbkörperhormon Progesteron) sowie bestimmte Steuerungshormone des Gehirns (Gonadotropine).

Östrogene für Weiblichkeit und Sinnlichkeit

Östrogene - die wichtigsten sind Estradiol, Estron und Estriol - haben Wirkungen an einer Vielzahl von Organen. Sie sind neben der Aufrechterhaltung von Fruchtbarkeit und Sexualfunktion auch bestimmend für die weibliche Gestalt, den Haut- und Behaarungstyp, nicht zuletzt auch für das Wesen einer Frau, die weibliche Psyche. Östrogene schützen vor Scheidentrockenheit und erhalten die Spannkraft der Haut. Östrogene sind ebenso wichtig für die Knochengesundheit, da sie wesentlich zum Aufbau und Erhalt der Knochenmasse beitragen. Sie haben einen günstigen Einfluss auf die Zusammensetzung der Blutfette. Östrogene können die Gedächtnisleistung fördern und die Stimmung aufhellen.

Progesteron wirkt schlaffördernd und angstlösend

Progesteron gestaltet ebenfalls den weiblichen Zyklus mit. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor und ist für den Erhalt der Schwangerschaft verantwortlich. Progesteron und einige seiner Stoffwechselprodukte dienen aber auch als Botenstoffe für das Gehirn. Sie wirken angstlösend und schlaffördernd. Außerdem scheinen sie auch einen fördernden Einfluss auf Heilungsprozesse im Nervensystem zu haben.

Wenn die Hormonkonzentration abnimmt, beginnen die Beschwerden

Wenn während der Wechseljahre die Funktion der Eierstöcke nachlässt, verringert sich die Produktion von Progesteron und Östrogenen. Es kommt zu Störungen des hormonellen Gleichgewichts und später zu einem Hormonmangel, womit häufig Beschwerden einhergehen, die sich für viele Frauen in einer Minderung der Lebensqualität bemerkbar machen. Die Wechseljahre können sich über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren erstrecken.

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